Nisyros
Nisyros

Die Vulkaninsel Nisyros              

Einwohner: 948

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Die Vulkaninsel Nisyros dient als Ausflugsort der Massentouristen aus Kos, die meist etwas gelangweilt den Krater des Vulkans besichtigen. Weil aber abends kaum noch Fremde da sind, es sich auf der Insel gut Wandern lässt und der speziellen Einwohner wegen, lohnt sich ein Besuch aber ganz besonders.

Essen über dem Kraterrand |Flüge|Hotels|Wanderungen

Nisyros gehört  zu meinen Lieblingsinseln. Hier gibt es ein paar leicht markierte Wanderwege, ein altes Dorf mit eingen Gassen und Plätze gesäumt von Tavernen und Cafés, wo man gemütlich fläzen kann. Die Insel hat zudem einen aktiven Vulkan, den man frühmorgens und abends alleine besichtigen kann, und ein Dorf über dem Kraterrand, wo man auf dem Balkon der örtlichen, kleinen Taverne gemütlich essen kann. Abends, wenn die Tagesbesucher gegangen sind, findet man sich dort oft alleine wieder.

     

Geeignet für:

Individualisten, Vulkanforscherinnen, Wanderer, Segler,

Grösse:

Fläche: 42 Qudratkilometer
Durchmesser: rund 8 Kilometer (die Insel ist fast rund)

Natur:

Nisyros bietet im Gegensatz zu so vielen Inseln ein einmaliges Naturschauspiel: einen aktiven Vulkankrater, mit dem örtlichen Namen "Caldera", der begehbar ist. Der Krater hat eine Länge von rund 3500 Meter und eine Breite von rund 1500 Meter. Falls Sie dies jetzt ein bisschen beunruhigt, können Sie sich auf Geowarn informieren, einer Webseite der ETH-Zürich zur Überwachung vulkanischer Aktivitäten.

Über dem Vulkan wird gewacht

Der Krater von Nisyros liegt auf einem Kalksteinfundament. Laut dem Institut lauern fünf Gefahren unter der Insel:

  • Seismische Aktivitäten auf Grund regionaler tektonischer Bewegung
  • Magmat-tektonische Aktivitäten auf Grund von Unruhen in der Magma-Kruste unter der Insel
  • Gas und Dampf Austritte im Kraterfeld von Nisyros
  • Erdrutsche und Tsunamis hervorgerufen durch Erdbeben und Aktivitäten in der Magma-Schicht
  • Ein Vulkanausbruch

Was sich auf einer Webseite von Experten so schlimm anhört, hat in der Realität keine Auswirkungen. Ganz im Gegenteil: als ich in 2007 den Vulkankrater abends alleine durchstreiften, schien mir alles friedlich zu sein. Die Chancen einem Ausbruch zum Opfer zu fallen, sind wohl erheblich kleiner, als auf der Hinreise in einem Verkehrsmittel zu sterben.

Schöne Wanderungen

Zwei Wandertouren führen auf schönen Pfaden direkt in den Krater. Der erste geht vom Hafenort Mandraki weg, der zweite vom Ort Nikia auf dem Kraterrand steil hinunter. Dort spürt man den termischen Wind, der nach Schwefel riecht und oft sehr stark werden kann. Geht man den Weg umgekehrt, sollte man dies gegen Abend tun. Dann nämlich sind die Tagestouristen alle wieder in Kos und die kleine Taverne im Ort Nikia auf dem Kraterrand lädt zum gemütlichen Essen ein.

Generell kann man auf Nisyros jeden Ort gut zu Fuss erreichen, auch wenn man hier inzwischen einen kleine Autovermietung eröffnet hat. Das Moped ist sicher die besser Varianten, da es auf der Insel kaum Verkehr gibt. Unbedingt aber sollte man zwischen 10 Uhr morgens und 5 Uhr abend den Krater meiden, dann beherrschen die Szene Tagestouristen aus Kos.

Keine Insel fürs Strandvergnügen

Zwar gibt es auf Nisyros einen kleinen Strand im Ort Pali und einen längeren verlassenen Strand am Ende der Strasse nach Pali, aber beide sind nicht wirkliche Strände für die grosse Strandparty. Dafür trifft man in Pali an Samstagen fast nur Griechen am Strand und eine gemütliche Taverne ist auch nicht weit.

     

Geschichte:

Die historische Sehenswürdigkeit der Insel ist eine antike Festung aus Basaltstein, das Paliokastro, das zurzeit wieder restauriert wird. Viel zu sehen gibt es dort allerdings bis heute nicht. Da beeindruckt das alte Johanniterkastell Panagia Spiliani aus dem 14. Jahrhundert oberhalb von Mandraki mehr. Eigentliche Attraktion aber ist das Dorf Mandraki mit seinen engen Gassen und dem aktiven Dorfleben, dass aber immer nur spät abends erwacht, wenn alle Touristenboote wieder ausgelaufen sind und nur noch die wenigen, verbleibenden, auswärtigen Besucher neben der lokalen Bevölkerung ein paar Tischchen belegen.

Unterkünfte:

Nisyros hat nicht viele Unterkünfte zu bieten. In der Vorsaison sind es aber allemal genug.

Links des Hafens gibt es zwei Pensionen und zwei Hotels.

Empfehlen kann man:

  • Three Brothers: Die Pension wurde von den zwei Söhnen der Besitzerin aufgefrischt.
  • Hotel Romantzo: Etwas in die Jahre gekommen, aber sehr freundlicher Besitzer
  • Hotel Porfyris: Oberhalb (etwas versteckt) des Dorfes. Etwas nobler und oft von Wandergruppen gebucht

Restaurants:

  • Taverne Nisyros: mitten in den engen Gassen. Falls nichts anbrennt, sind die Fleischspiesschen sehr zu empfehlen
  • Dorfplatz: Rund um den alten Dorfplatz in der Mitte des Dorfes gibt es einige Tavernen, die abends vor allem von Griechen besucht werden. Oft wird hier auch Musik gespielt und getanzt

Fähren:

Nisyros hat tägliche Verbindungen mit der Nachbarinsel Kos. Fast jedes Schiff, das Tagestouristen bringt, nimmt auch Einzelreisende mit. Billiger ist es, mit einer grossen Fähren, die ein bis zweimal wöchentlich auf der Route Piräus, Kos, Rhodos und die dazwischen liegenden Inseln versorgen.

Flüge:

Nisyros hat keinen Flughafen, kann aber gut über die internationalen Flughäfen von Kos und Rhodos erreicht werden. Von Kos täglich, von Rhodos vier mal wöchentlich.

 

Long 36° 35′ N,  Lat 27° 10′ O

Text: © inselhuepfen.ch

 


 


 

 
Kommentare (1)
1Dienstag, den 13. Mai 2008 um 09:02 Uhr
Administrator

Nisyros ist und bleibt meine Lieblingsinsel. Ausser den oft etwas mühsamen Tagestouristen gibt es hier nur wenige, die über Nacht bleiben. Dies macht die Insel vor allem in den Abendstunden speziell, weil dann die Einheimischen immer für ein Gespräch zu haben sind. Dies vor allem, wenn man mehr als nur eine Nacht bleibt. Schön sind auch die verschiedenen Wanderungen zum Vulkankrater oder dem Ort am Kraterrand. Man trifft kaum auf Leute und kann frühmorgens oder spät spätabends den Vulkan in aller Ruhe ankucken.

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