







| Lipsi |
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Lipsi, die Perle der Dodekanese
Einwohner: 698
Um es gleich vorweg zu nehmen: Lipsi ist ein Perle. Wer einmal hier war, wir immer wieder kehren. Lipsi ist die Insel, auf der man sich einfach wohl fühlen muss. Sei es wegen dem idyllischen Hafen, sei es wegen den zwar wenigen, aber nie überfüllten Stränden oder einfach, weil man sich hier so richtig in Griechenland fühlt. Thomas, der Vermieter bei dem ich meistens wohne, wenn ich nach Lipsi fahre, ist nach eigenen Angaben noch nie mit einem Flugzeuge geflogen und hat noch nie das Festland besucht. "I love Lipis, I do not want to leave", erzählt er mir begeistert. Ich schaue in ein bisschen skeptisch an, schliesslich ist die Insel nur gerade mal 17 Quadratkilometer gross. Ausweichmöglichkeiten sind da gering. Andererseites, steht man am Hafen und schaut, wie die Fähre anlegt, sieht man immer wieder Reisende aussteigen und ausrufen: "ahhhhh endlich wieder in Lipsi". Es hat etwas, ja in der Tat, es hat etwas. Geeignet für: Schwimmen, Strandleben, Abtauchen, kleine Wanderungen, Relaxen, Essen, Segler, Grösse: Fläche: 17.3 Quadratkilometer.
Über die Insel: Wie so viele kleinen Inseln ist auch Lipsi nicht gross bewaldet. Landschaftlich bietet es deshalb hauptsächlich Dornenbüsche und kleinere Sträucher oder Bäumchen. Die obligaten Ziegen sind natürlich auch vertreten und sogar eine kleine Militärstation ist vorhanden. Lipsi bietet aber denoch einige schöne Wanderungen, auch wenn diese nicht sehr anstrengend sind (für geübte Wanderer). Immer hat man dabei das azurblaue Meer vor sich, wenn nicht gar um sich. Eine Wanderung führt vorbei an einem neueren Kloster zu einem Strand und leider auch vorbei an der obligaten Müllhalde, die sich hier als kleine Schlucht gefüllt mit Kühlschränken und dergleichen entpuppt. Die Tour ist aber doch zu empfehlen. Nicht zuletz, weil sich am Ende eine Taverne beim kleinen Strand befindet. Dort lassen sich ruhige Tage verbringen, unterbrochen mit griechischem Salat und Wein. Was will man mehr. Schön ist auch die Wanderung der drei Strände. Sie führt vom Hafen ins Dorf, dort links den Hügel steil hinauf und dann den Kieswegen entlang zur gegenüberliegenden Inselseite. Unten am Strand angekommen kann man sich nach rechts halten und kommt nun immer wieder zu einem neuen Strand. Bis hin zum schönen Strand mit dem Bäumchen auf der Halbinsel (letztes Bild auf dieser Seite). Schön ist auch, dass man auf Lipsi immer wieder auf Griechen trifft, die Ziegen hüten, Käse machen oder Fischen. Vor allem frühmorgens und abends finden sich zahlreiche Fischer im Hafen ein, reparieren ihre Netze oder putzen die Boote. Geschichte: Lipsis Geschichte war lange Zeit unspektakulär, bis dann vor einigen Jahren plötzlich Schiffe der griechischen Polizei in den frühen Morgenstunden im Hafen einliefen. Ein Haus - das später berühmt wurde als das "rosa Haus", wurde gestürmt und ein Bewohner abgeführt, der schon länger auf Lipsi lebte. Erst später erfuhr man auf der Insel, dass es sich um einen der gefährlichsten Terroristen Griechenlands gehandelt hatte. Die Bewohner reden noch heute nicht gerne darüber. Unterkünfte: Wie auf allen Inseln gibt es auch auf Lipsi viele Pensionen und Studios zu mieten. Sie sind fast alle im Hafenort angesiedelt. Bislang hat es erst zwei Hotels, das eine ist zudem meist von Reiseveranstaltern besetzt. Gute Zimmer findet man in den Pensionen an der Hafenfront mit Sicht über das Dorf. Es kann allerdings dort zuweilen ein bisschen laut werden. Vor allem, wenn die Restaurantbesitzer ihre Musik laut aufdrehen oder eines Versorgungsschiffe seine Dieselmotoren die ganze Nacht laufen lässt. Etwas ruhiger sind die Pensionen im hinteren Teil des Dorfes und an der Strasse, die links oberhalb durch das Dorf führt. Zimmer:
* Ich fragte den Pensionsbetreiber und Plattenleger Thomas auf Lipsi einmal, ob den im Winter wirklich alle Hotels und Restaurants geschlossen seien. "Ja, nichts ist offen", antwortete er mir. "Ja aber, entgegnete ich, ihr habt doch sicher ein Café, das für die Einheimischen geöffnet ist?". "Nein, kein Café, keine Taverne, keine Pension und kein Hotel, nichts ist geöffnet", war seine entschiedene Antwort. "Und was macht ihr, wenn im Winter ein Tourist aus einer Fähre steigt?", hakte ich nach. "Im Winter, steigen keine Touristen aus den Fähren", erwiderte Thomas. "Und wenn doch?", trotzte ich weiter. Er lachte und schüttelte ob meinem Unglauben den Kopf, dachte kurz nach und antwortete: "in so einem Fall findet sich immer irgendwo ein Zimmer". Restaurants: In Im Dorfkern:
Beim Hafen:
Fähren: Tickets bekommt man im Café beim Hafen - das Büro links vom Eingang des Cafés ist immer 1 Std. vor Abfahrt geöffnet. F&B Flying Dolphin - schnell aber ungemütlich. verbindet Lipsi vier mal wöchentlich (je nach Wetter) mit Kos und Samos Anna Express: Die kleine, private Fähre läuft am Ende der Hafenbucht aus. Im Sommer verbindet sie täglich die Inseln Lipsi, Leros, Kalymnos, Patmos, Arki und Agathonis Dodecanisos Express: der moderne Katamarn fährt Lipsi vier mal wöchentlich an und fährt über Patmos, Leros und Kalymnos nach Kos. Dauer ca. 3 Stunden. Ausgangshafen ist Rhodos. Die Fahrt ist relativ Teuer (z.B. Lipsi - Kos ca. 30 Euro einfacher Weg) Fähren nach Piräus: Je nach Jahreszeit verbinden grosse Versorgungsschiffe Lipis mit Piräus. Im Sommer öfter, immer Winter einmal wöchentlich. Das Büro der Hafenpolizei - am Ende der Bucht vor dem Anstieg ins alte Dorf - gibt bei unklaren Wetterverhältnissen Auskunft über die Fahrpläne. Flüge: Lipsi hat keinen eigenen Flughafen. Die Insel wird am einfachsten über die internationalen Flughäfen von Kos oder Samos erreicht. Von dort gibt es Schnellfähren oder die gute alte F&B Nisos Kalymnos, die Sie wie in alten Zeiten nach Lipsi bringen.Eine weitere Möglichkeit ist, nach Athen zu fliegen. Die Fahrt mit der Fähre von Piräus nach Lipsi dauert allerdings gut 20 Stunden. Dies ist eher ideal, wenn man eine längere Inseltour plant und dabei viele Inseln auf der Strecke der Fähre abklappern will.
Long 37° 18′ N, Lat 26° 45′ O Text:
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